Was ist symptomatisch bei Darmkrebs?

Als Darmkrebs werden grundsätzlich alle Arten von bösartigen Tumoren im Darm bezeichnet. 95 Prozent davon sind sogenannte kolorektale Karzinome, die den Blinddarm (Caecum von lat.: caecus – blind), den Grimmdarm (Kolon von gr.: κόλον, kólon – Darm, Wurst) und den Enddarm (Rektum von lat.: rectus – gerade) betreffen.

Ein großes Problem bei der Diagnostik der Erkrankung ist die Tatsache, dass Darmkrebs-Symptome im Anfangsstadium der Krankheit so gut wie gar nicht auftreten oder zumindest nicht bemerkt werden. Im Gegensatz zu anderen Krebsarten können somit Darmkrebs-Symptome lange Zeit keinen Hinweis auf die Erkrankung geben. Deshalb ist die Vorsorge das wirksamste Mittel, die Tumore rechtzeitig zu erkennen.

In Bezug auf die Relevanz tritt bei der Früherkennung darum das Ausschließen der Risikofaktoren an die Stelle der Darmkrebs-Symptome.
Zum einen spielen die familiären bzw. genetischen Voraussetzungen eine große Rolle, zum anderen ein fortgeschrittenes Alter. Leidet man an Darmentzündungen oder Diabetis mellitus Typ II, ist die Gefahr einer Darmkrebserkrankung ebenfalls erhöht. Auch ungesunde Ernährung und Lebensstil können sich günstig auf eine Tumorbildung auswirken. Letztlich sind aber Polypen die wichtigsten Darmkrebs-Symptome. Selbst nach einer operativen Entfernung besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass sich neue Polypen bilden und zu bösartigen Tumoren entwickeln. Symptome für Polypen sind oft die gleichen wie Darmkrebs-Symptome. 

Erste Darmkrebs-Symptome wie Fieber und Nachtschweiß, Müdigkeit und Leistungsminderung sowie Gewichtsverlust werden oft fehlinterpretiert, da sie auch Anzeichen vieler anderer Krankheiten sind. Lediglich kleine Mengen Blut im Stuhl können ein frühes, relativ eindeutiges Anzeichen für einen Tumor im Darm sein. Sie können jedoch nur mit speziellen Tests (Okkultbluttests) nachgewiesen werden. Doch auch sie werden oft falsch ausgelegt, beispielsweise als Hämorrhoiden. Allerdings auch Veränderungen in Bezug auf Stuhlgewohnheiten oder -geruch (faulig-eitrig) sowie andauernde, übel riechende Blähungen können Darmkrebs-Symptome sein. In jedem dieser Fälle sollte unbedingt ein Internist aufgesucht werden, um einen eventuellen Darmtumor frühzeitig diagnostizieren zu können.

Oft entstehen aber erst dann nennenswerte Darmkrebs Symptome, wenn der Tumor heftig blutet oder das Darmlumen, der Darmdurchmesser, in starkem Maße verkleinert wird. Direkt daraus resultierende Darmkrebs-Symptome sind dann Blut oder Schleim in den Exkrementen und alternierend Durchfall und Verstopfung sowie schließlich ein gravierender Gewichtsverlust. Weitere Darmkrebs-Symptome sind der sogenannte Bleistiftstuhl oder Ziegenköttelstuhl, die durch die Darmverengung begründet sind. Tumore im Blinddarm erzeugen häufig Schmerzen im rechten Unterbauch, solche im Grimmdarm sind für Schmerzen im gesamten Abdomen verantwortlich und Schmerzen im Becken oder der Lendenwirbelsäule können auf Krebs im Mastdarm (Teil des Enddarms) hinweisen. In manchen Fällen ist der Tumor sogar durch die Bauchdecke als walzenartiges Gebilde zu ertasten.
Darmkrebs Symptome, die mit dem hohen Blutverlust zusammenhängen, sind Gesichtsblässe, verringerte Belastbarkeit und generelle Erschöpfung.
Darmkrebs-Symptome eines fortgeschrittenen Stadiums schließlich sind Erbrechen mit Kotbeimischungen und intensive Schmerzanfälle.

Kommentare sind geschlossen.