Was ist eine Darmsanierung?

In der Medizin wird die Darmsanierung im Allgemeinen Symbioselenkung genannt. Die Darmsanierung soll dabei helfen, die Symbiose, also das Zusammenspiel, von Organismus und nützlichen Bakterien der Darmflora zu optimieren oder gar zu regenerieren. Magen– und Darmprobleme werden in vielen Fällen von schlechter Ernährung, mangelnder Bewegung und hoher Belastung in Berufs- und Privatleben verursacht und zählen somit zu den Zivilisationskrankheiten. Besonders eine zu zuckerhaltige Ernährung belastet die Darmflora, denn sie speist gerade die schädlichen Pilze und Bakterien. Diese scheiden dann Stoffwechselprodukte aus, die sich lähmend auf die Verdauung auswirken und sie sogar ganz zum Erliegen bringen können. Die Konsequenzen gehen über Verstopfung, Blähungen, Durchfall, Hämorrhoiden oder sogar Reizdarmsyndrom jedoch weit hinaus. Da der Darm dafür verantwortlich ist, die Schadstoffe aus der Nahrung auszufiltern und die Nährstoffe im Gegenzug dem Blutkreislaufsystem zuzuführen, kann eine Schädigung des Darms eine Schwächung des ganzen Organismus zur Folge haben. Diese äußert sich dann unter Umständen in Gewichtsproblemen, Hautreizungen, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Migräne oder Gelenk- und Rückenschmerzen.

Im Gegensatz zur Darmsanierung ist die Einnahme von Antibiotika oder Abführmitteln eher kontraproduktiv. Antibiotika töten alle Bakterien im Darm ab, sowohl die schädlichen als auch die nützlichen, die für eine geregelte Verdauung unbedingt notwendig sind. Abführmittel schwemmen mit den Pilzen und verdauungshemmenden Bakterien eben auch die verdauungsfördernden aus, was die weitere Einnahme von Abführmitteln nötig macht – ein Teufelskreis. Die Darmsanierung bietet hier eine wirksame und zugleich schonendere Alternative.

In den meisten Fällen wird eine Darmsanierung begleitet von einer Darmreinigung. Dies kann durch Darmspülungen oder z. B. durch die Einnahme von Glaubersalz geschehen. Besonders der Colon-Hydro-Therapie werden im Bereich der Darmreinigung große Erfolge zugeschrieben. Hierbei werden ungefähr zehn Liter warmes Wasser durch den Darm geleitet, was Gift- und Schlackestoffe ausspülen soll. Diese Anwendung wird ca. 15 mal wiederholt. Eine Beimischung von Sauerstoff soll die Wirkung erhöhen. In vielen Fällen wird eine anschließende (Heil-)Fastenkur empfohlen. Eine Darmsanierung kann aber auch schonender erfolgen. Eine Bärlauch-Bitterkur erfolgt zusammen mit einer basischen Ernährung. Vor jeder Mahlzeit wird das Pflanzengranulat eingenommen und unterstützt so die Funktion der nützlichen Darmbakterien. Nicht immer sind für diese Art der Darmsanierung spezielle begleitende Fastenkuren nötig. Es gibt mittlerweile auch verschiedene Präparate zur Darmsanierung, die meist auf der Zusammensetzung verschiedener Kräutersubstanzen beruhen. Diese werden mehrmals täglich eingenommen und reinigen den Verdauungstrakt auf weniger radikale Weise. Mit dem Stuhlgang werden dann verhärtete Kotreste, Schleimschichten und Fäulnisbakterien samt ihrer schädlichen Stoffwechselprodukte ausgeschieden. Und vorher bestehende Magenschmerzen sollten passé sein.

Geposted am 18.10.2011 von Paul Porzky

Kommentare sind geschlossen.