Was genau ist eine Obstipation?

Bei einer Obstipation (Verstopfung) handelt es sich um eine Darmträgheit, bei der es unmöglich oder sehr schwierig ist, den Darm zu entleeren. Einige Menschen leiden auch unter einer sogenannten Reise-Obstipation, das bedeutet dass während eines Urlaubs oder beim Besuch anderer Menschen die Darmentleerung nicht richtig funktioniert. Wann überhaupt eine Obstipation vorliegt, lässt sich nicht ganz genau definieren, da jeder einen anderen Entleerungs-Rhythmus hat.

Die Regel ist jedoch eine Darment-leerung mindestens dreimal die Woche, die meisten haben sogar jeden Tag Stuhlgang. Eine ernsthafte Verstopfung liegt dann vor, wenn der Darm mindestens drei Monate weniger als dreimal die Woche entleert wird. Dabei ist der Stuhl meist von sehr fester Konsistenz und das Entleeren bereitet deshalb Schwierigkeiten. Der Patient leidet dazu unter einem häufigen Gefühl der unvollständigen Entleerung sowie dem Gefühl des „blockierten“ Darmausgangs.

In den meisten Fällen ist eine Obstipation harmlos. Man unterscheidet zudem zwischen einer akuten und einer chronischen Obstipation. Wer plötzlich mehrere Tage nicht auf die Toilette kann, hat häufig psychosomatische Ursachen wie Stress, Druck oder Angstgefühle. Der Darm reagiert bei vielen Menschen sehr empfindlich auf Emotionen oder auch Veränderungen wie ein neuer Job oder ein Umzug. So kann es in solchen Situationen durchaus zu Verstopfung oder Durchfall kommen. Trotzdem sollte eine plötzliche Obstipation nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Findet längere Zeit überhaupt kein Stuhlgang statt, kann es sich auch um eine ernste Erkrankung wie einen Darmverschluss oder eine Darmlähmung handeln. In diesem Fall sollte unbedingt ein Art aufgesucht werden.

Abführmittel können eine kurzfristige Erleichterung bringen, sollten aber keinesfalls langfristig eingenommen werden. Andernfalls kann sich der Darm daran gewöhnen und ist nicht mehr in der Lage, selbst eine Entleerung herbeizuführen. Wer häufiger unter Verstopfung leidet, der sollte seine Ernährung beachten. Um eine gesunde Verdauung herbeizuführen, sollten stets genügend Kohlenhydrate aufgenommen werden. Wer zum Beispiel eine kohlenhydratarme Diät hält, kann schnell unter den Problemen, die bei einer Obstipation auftreten, leiden. Hilfreich in diesem Fall können zum Beispiel Flohsamenschalen oder Mittel aus speziellem gemalenen Vulkangestein sein. Diese Mittel gehen im Darm auf und führen zu einer leichteren Entleerung, sie wirken dabei wie eine Art Gleitmittel im Darm. Ähnlich verhält es sich zum Beispiel mit Riszinusöl, das eingenommen werden kann. Zudem wirken diese Mittel entgiftend für den ganzen Körper und können, außer das Rizinusöl, auch dauerhaft eingenommen werden. Wer bei einer Obstipation nicht weiß, wie er sich helfen kann sollte Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker halten. Diese können sicherlich viele hilfreiche Mittel nennen, die die Verdauung wieder in Gang bringen und gegen Obstipation helfen.

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