Warum leiden so viele Menschen unter einem aufgeblähten Bauch?

Schätzungen gehen davon aus, dass ca. jeder Dritte Deutsche unter zuviel Luft im Bauch leidet. Die Gründe hierfür sind zahlreich und oft auch sehr unterschiedlich. Es können die verzehrten Nahrungsmittel und Zusatzstoffe genauso eine Rolle spielen, wie auch die moderne Lebensweise: Hektik, Stress, Bewegungsmangel und zu schnelle Nahrungsaufnahme.

Was ist ein Blähbauch und was sind die Ursachen?

Der Bauch ist hierbei deutlich vorgewölbt und häufig auch von Schmerzen begleitet. Bei gesunden Menschen sind zehn bis zwanzig Darmwinde pro Tag als normal anzusehen, zwanzig bis dreißig Winde sind nicht mehr normal und es sollte mit der Suche nach der Ursache begonnen werden. Einige mögliche Auslöser für den aufgeblähten Bauch:

  • Verzehr von schwerverdaulichen Speisen (z.B. Hülsenfrüchte) oder wenn die Nahrung nicht gut genug gekaut wurde: unverdaute Reste werden im Darm von Darmbakterien abgebaut, wodurch sich täglich in paar Liter verschiedener Gase (Wasserstoff, Stickstoff, Kohlendioxid, Schwefelverbindungen, Methan) im Dickdarm anreichern.
  • Schlucken von Luft beim Essen
  • Verzehr von zu vielen Ballaststoffen
  • Verzehr von Fruchtsäften, Marmeladen, Bonbons und Kaugummis mit Zuckeraustauschstoffen (z.B. Xylit, Mannit, Maltit, Sorbit), da diese stark blähend wirken können.
  • Milchzucker- und Fruchtzucker-Unverträglichkeit
  • Bewegungsmangel

Wie wird behandelt?

Wenn man häufiger unter einem aufgeblähten Bauch leidet, sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Der Arzt wird dann unter anderem dazu raten, Blähungen verursachende Nahrungsmittel, Lebensweisen etc. zu vermeiden. Lindernde Medikamente wären zum Beispiel:

  • Mittel zur Erhöhung der Darmbewegung (Metoclopramid MCP)
  • Entschäumer: Dimeticon und Simeticon
  • Pflanzliche Mittel z.B. in Form von Teezubereitungen oder Kapseln/Tropfen mit ätherischen Ölen: Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander, Pfefferminze

Was können Sie selbst noch tun?

  • Vermeiden Sie blähende Nahrungsmittel wie z.B. Kohlarten, Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Lauch. Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke sowie Zuckeraustauschstoffe.
  • Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten statt zwei bis drei großer Mahlzeiten pro Tag; nehmen Sie sich Zeit für die Nahrungsaufnahme; kauen Sie langsam und gründlich.
  • Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, da diese auch die Darmtätigkeit anregt.
  • Den Bauch massieren

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