Magenkrebs

Magenkrebs ist eine Krebserkrankung des Magens, die in den meisten Fällen durch eine nitrosaminhaltige Nahrung mitverursacht wird. Das sogenannte Magenkarzinom ist die zweithäufigste Tumorart des Menschen. Besonders häufig tritt Magenkrebs in Japan, China, Portugal, Russland und einigen südamerikanischen Staaten auf. In den westlichen Ländern gehen die Todesfälle bei Magenkrebs zurück. In Deutschland erkranken jährlich etwa 20 000 Menschen. Dem Magenkrebs gehen häufig andere Erkrankungen des Magens voraus. Wer schon einmal ein bakteriell bedingtes Magengeschwür hatte oder chronisch unter Magenschmerzen leidet, erkrankt statistisch gesehen öfter an Magenkrebs als gänzlich unbelastete Patienten. Eine schlechte Ernährung, die zu nitrat- oder nitritreich ist, kann das Entstehen noch wahrscheinlicher machen. Auch genetische Faktoren haben einen Einfluss auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Ausschlaggebend für eine Erkrankung scheint aber die Ernährung zu sein. So haben Forscher aus Deutschland gezeigt, dass Menschen, die täglich Obst und Gemüse essen, erheblich seltener an Magenkrebs erkranken. Hoher Fleisch- und Wurstkonsum gilt hingegen als risikoerhöhend und sollte mit entsprechender Vitaminzufuhr durch Obst und Gemüse ausgeglichen werden.

Wenn es einmal zur Bildung von Krebszellen gekommen ist, ist eine OP die einfachste Lösung. In der Regel wird Magenkrebs aber erst so spät erkannt, dass ein operativer Eingriff mit großem Risiko verbunden ist. Neben dem Abtasten und analysieren von Leber und den Lymphdrüsen, wird auch eine Magenspiegelung einschließlich einer Gewebeprobe durchgeführt, um Magenkrebs zu diagnostizieren.

Wer durch eine OP des Magenkrebs seinen Magen vollständig oder in Teilen verliert, muss mit heftigen Nebenwirkungen rechnen. Der Darm ist nicht darauf ausgelegt, die Funktion des Magens zu übernehmen und wird deshalb mit verschiedenen Störungen reagieren. Unterzuckerung, Anämie und Vitamin B12 Mangel können die Folge sein. Eine konsequente Nachsorge ist dringend geboten.

Da die Symptome nicht eindeutig genug sind und den Patienten in der Regel nicht stark beeinträchtigen, wird Magenkrebs oft zu spät entdeckt. Ein vorsichtiger Umgang bei Beschwerden wie Völlegefühl im Oberbauch, Appetitlosikeit und Brechreiz, empfiehlt sich also vor allem bei Patienten, die Vorerkrankungen im Bereich des Magen-Darm-Trakts aufweisen.

Geposted am 30.09.2011 von Paul Porzky

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