Die Magen-Darm-Grippe

Tee und Zwieback bei einer Magen-Darm-Grippe

Als Magen-Darm-Grippe bezeichnet man die für Betroffene äußerst unangenehme Entzündung des Magen-Darm-Traktes – sie geht mit Erbrechen und oft auch Durchfall einher. Erkrankte leiden unter Übelkeit, Magenschmerzen oder gar Koliken.

Ursachen der Erkrankung

Meist sind Viren die Verursacher der Magen-Darm-Grippe. Sie können rasch vom Erkrankten auf weitere Personen aus seinem Umfeld überspringen und regelrechte Epidemien auslösen. Besonders Noro-Viren sind hoch ansteckend und werden durch mit dem Erreger infizierte Tröpfchen übertragen, die sogenannte Tröpfcheninfektion. Auf diese Weise können alle Mitglieder einer Familie nacheinander erkranken – oft trifft es auch ganze Schulklassen oder Kindergartengruppen.

Linderung der Beschwerden

Eine Magen-Darm-Grippe muss von Betroffenen gut auskuriert werden. Gegen starkes Erbrechen helfen manchmal Tabletten, die von Erkrankten wegen der Übelkeit jedoch nicht immer geschluckt werden können. Alternativen sind Zäpfchen oder ungesüßte Tees, zum Beispiel:
  • Pfefferminztee,
  • Kamillentee,
  • Kümmel-Fenchel-Anis-Tee,
  • Zitronentee.

In kleinen Schlucken heiß getrunken hilft Tee, die Übelkeit einzudämmen – gleichzeitig beugt er Flüssigkeitsverlust vor und sorgt für ein warmes, angenehmes Gefühl im Magen. In aller Regel muss das Abklingen der Magen-Darm-Grippe schlicht abgewartet werden. Oft dauert das Erbrechen über mehrere Stunden, danach schläft sich der erschöpfte Patient meist wieder gesund. Kann der Erkrankte wieder Nahrung aufnehmen, sollte er mit leichter Kost beginnen – dazu zählen neben Tee und Wasser:

  • Zwieback,
  • Salzstangen,
  • ungesüßte Kekse,
  • Knäckebrot.

Nach einer Magen-Darm-Grippe braucht der Patient meist einige Tage, um wieder auf die Beine zu kommen. Bettruhe fördert die Genesung oder auch einfach ein paar Tage Erholung auf dem Sofa.

Vorsicht bei aufeinanderfolgenden Infektionen!

Wer in rascher Folge immer wieder an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt, sollte seine Bauchspeicheldrüse untersuchen lassen, da sie infolge der häufigen Erkrankungen oft in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist sehr ernst zu nehmen, da sie schlimmstenfalls zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss (Quelle: http://www.magendarmgrippe.net/darmverschluss/) führen kann. Ist die Bauchspeicheldrüse angegriffen, leiden Betroffene nach einer Infektion meist noch lange unter Appetitlosigkeit und vertragen keine üppigen Speisen mehr. Oft wird dann gemeinsam mit dem Arzt ein Ernährungsplan aufgestellt und versucht, mögliche Stressauslöser zu erkennen und auszuschalten.

Vorbeugende Maßnahmen

Regelmäßiges Händewaschen sowie die Vermeidung großer Menschenansammlungen, wenn eine Magen-Darm-Grippe im Umlauf ist, helfen bereits, das Risiko der Ansteckung einzudämmen. Wer einen Erkrankten pflegt, kann sich zwar nicht immer gegen die Magen-Darm-Grippe schützen, doch Mundschutz und Desinfektion der Hände sowie häufiges Reinigen der Toilette können dabei helfen, nicht so leicht zu erkranken.

Kommentare sind geschlossen.