Den Magen sanieren durch Heilfasten

Heilfasten

Eine beliebte Methode, seinen Darm zu sanieren, ist das Heilfasten. Hierbei wird einige Tage keine oder kaum Nahrung aufgenommen, um dem Körper die Chance zu geben, zu entgiften, das Immunsystem zu mobilisieren und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Der Körper braucht für das Verdauen von Nahrung sehr viel Energie. Führt man ihm eine Zeit lang keine Nahrung zu, kann er diese Energie für anderes nutzen. Nicht selten berichten Menschen, die schonmal Heilfasten durchgeführt haben, dass sie sich vor allem nach dem dritten Tag des Fastens energiegeladen und motiviert fühlten und einen ungewöhnlichen Elan wahrnahmen.

Während des Heilfastens sollte man versuchen, sich ein paar Tage frei zu nehmen, damit man nicht durch den Alltag abgelenkt wird. Die meisten Menschen nutzen das Fasten, um sich gleichzeitig zurückzuziehen und so innere Ruhe und inneren Frieden zu finden. Je entspannter man beim Heilfasten ist, desto leichter fällt es – wer sich weiterhin dem Stress im Büro aussetzt, benötigt so viel Energie, dass es ihm in den ersten zwei Tagen sehr schwer fallen wird, auf Nahrung zu verzichten.

Nun bedeutet Heilfasten nicht, dass man einfach von einem auf den anderen Tag nichts mehr isst. Man sollte sich zuerst informieren, welche Form des Fastens für einen selbst am passendsten ist. Es gibt zum Beispiel die Methode nach Buchinger, bei der Gemüsebrühe und Obst- und Gemüsesäfte einen Großteil der Ernährung ausmachen. Zusätzlich wird Fastentee getrunken und eventuell werden Abführmittel eingenommen, um den Darm vollständig zu entleeren und zu entgiften. Abführmittel sind sowieso ein wichtiger Teil vieler Formen des Heilfastens, denn wenn der Darm durch das Nicht-Essen nicht mehr allein „funktioniert“ muss man meist etwas nachhelfen, um eine Entgiftung zu erreichen. Die Bucheringer-Methode beinhaltet fünf Fastentage und zwei weitere Aufbautage, bei denen der Magen und der Darm langsam wieder an das Essen gewöhnt werden.

Eine andere Methode stammt von F. X. Mayr und nennt sich die „Milch und Semmel Kur“. Neben Milch und Semmeln darf Gemüsebrühe und Fastentee getrunken werden, zusätzlich werden verschiedene Mittel wie Eiweiße, Verdauungstropfen etc. eingenommen. Diese Kur ist für ganze 21 Tage vorgesehen. Egal welche Methode man wählt, sofern die Kur länger als drei Tage dauern soll, sollte man darauf achten, sich durch Getränke genügend Vitamine und Mineralien zuzuführen. Sonst kann es schnell zu Mangelerscheinungen kommen. Heilfasten sollte nicht jeder, Vorraussetzung ist, dass man gesund, erwachsen und vital ist. Sollten irgendwelche Krankheiten vorliegen, ist es enorm wichtig, dass vorher mit dem Arzt abgeklärt wird, ob das Heilfasten in diesem Fall machbar ist. In einer Schwangerschaft oder in einer körperlichen Erholungszeit (wie etwas nach einer Operation) sollte auf das Heilfasten verzichtet werden.

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