Blut im Stuhl

Krankheiten, die in Zusammenhang mit dem Stuhlgang stehen, werden oft als besonders unangenehm wahrgenommen. Man spricht nicht gerne mit dem Arzt darüber, macht sich aber dennoch große Sorgen, schließlich kann Blut im Stuhl viele verschiedene Ursachen haben. Außerdem gibt es unterschiedliche Formen, in denen Blut im Stuhl auftreten kann. Neben sichtbaren gibt es auch nicht sichtbare Formen, die erst durch spezifische Testverfahren diagnostiziert werden können. Auch der Teerstuhl ist häufig verbunden mit Blutablagerungen auf dem Stuhl.

Was führt zu Blut im Stuhl?

Blut im Stuhl kann zwar ein Symptom für eine ernstzunehmende Krankheit sein, genauso gut ist es aber auch möglich, dass es eine harmlose Erklärung dafür gibt. So führen zum Teil schon bestimmte Lebensmittel (z.B. Heidelbeeren) oder Nahrungsergänzungspräparate wie Eisentabletten und Kohlepräparate zu einer Verfärbung des Stuhls. Im Falle einer körperlichen Erkrankung lautet die Diagnose dagegen häufig Hämorrhoiden. Durch zu starkes Pressen oder harten Stuhlgang können hier Venengeflechte im Darm einreißen und zu hellroten Ablagerungen auf Stuhl oder Toilettenpapier führen. Auch feine Risse in der Schleimhaut des Afters (Analfissuren) können zu Blutungen führen. Diese gehen meist einher mit Schmerzen während des Stuhlgangs. Weitere Ursache des unangenehmen Krankheitsbildes können auch Dickdarmentzündungen, Gefäßmissbildungen oder Darmschleimhautwucherungen sein. Selten kommt es zudem vor, dass Frauen durch zyklusabhängige Bauchschmerzen Blut im Stuhl entdecken können. Auch Teerstuhl kann zu Blut im Stuhl führen. Ursache hierfür sind Blutungsquellen im oberen Magen-Darm-Trakt, die im Zusammenspiel mit der Magensalzsäure Einwirkungen auf das Hämoglobin des Blutes haben. Diese Erkrankungsform löst häufig auch Bluterbrechen aus und kann auf Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre hinweisen. In schwerwiegenderen Fällen kann der Teerstuhl sogar ein Anzeichen für Tumore sein, die sich neben Krampfadern ebenfalls in der Speiseröhre oder im Magen-Darm-Trakt bilden können.

Wie reagiere ich richtig?

Wichtig ist zunächst, nicht sofort in Panik auszubrechen, sobald Blut im Stuhl entdeckt worden ist. Wie sich gezeigt hat, kann die Ursache dafür auch harmloser Natur sein. Dennoch sollte die Sprache des Körpers nicht einfach ignoriert werden. Bei parallel auftretenden Schmerzen oder häufigem Vorkommen von Blut im Stuhl, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dessen Diagnose verhilft oft nicht nur zu einer körperlichen Heilung, sondern auch zu einer Beruhigung der eigenen Nerven. Da sich oft die eigene Lebensführung entscheidend auf den Magen-Darm-Trakt auswirken kann, liegt die Ursache für Beschwerden häufig genau hier. Die falsche Ernährung oder zu viel Stress können Auslöser für Erkrankungen sein und auch zu Blut im Stuhl führen. Daher kann bereits eine private Lebensumstellung zur schnellen Heilung verhelfen. So können außerdem die Einnahme chemischer Medikamente oder gar Operationen umgangen werden. Es empfiehlt sich also, Ruhe zu bewahren und auf den eigenen Körper hören.

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