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Magenschmerzen bekämpfen – aber natürlich!

Bauchschmerzen bekämpfen - oft reichen natürliche Mittel!
Magenschmerzen sind eine unangenehme, aber leider häufige Erscheinung. Sie können vollkommen harmlos sein, aber auch das Symptom einer ernsten Grunderkrankung. Meistens sind sie natürlich auf eine harmlose Ursache zurückzuführen, sodass sich niemand wegen Magenschmerzen verrückt zu machen braucht – nur verschwinden sollen sie bitte trotzdem eher schnell als langsam! Gegen Bauchweh helfen viele natürliche Methoden, die den Körper nicht unnötig belasten und trotzdem gut wirksam sind.

Was kann Magenschmerzen auslösen?

Schmerzen sind die Methode unseres Körpers, uns zu zeigen, dass etwas nicht stimmt. Schmerzen entstehen bei Verletzungen, aber auch bei Reizung oder Überforderung. Folgende Ursachen kommen für Magenschmerzen in Frage:

  • Unverträglichkeiten gegen Lebensmittel
  • schlecht gewordene Lebensmittel (Lebensmittelvergiftung)
  • Alkohol-, Zigaretten- und Kaffeegenuss in zu großen Mengen
  • Magen-Darm-Infekte mit Viren oder Bakterien
  • hormonelle Gründe, häufiger bei Frauen als Männern
  • psychische Gründe: Stress, Trauer, Angst
  • selten: chronische Krankheiten
  • selten: ernste Erkrankungen wie eine Magenschleimhautentzündung

Sofortmaßnahmen

Was bei Babys hilft, hilft auch Erwachsenen. Wärme ist eine gute Sofortmaßnahme bei Magenschmerzen. Eine Wärmflasche sollte eher lauwarm sein, denn zu viel Wärme auf einmal kann den Magen auch überfordern. Fast besser wäre ein Kirschkernkissen, denn dieses speichert lediglich die natürliche Wärme des Körpers und gibt sie direkt wieder zurück. Außerdem fühlt es sich auch angenehmer an als eine Wärmflasche und braucht nur aufgelegt zu werden. Eine Temperierung des Wassers ist nicht mehr notwendig.

Ein weiteres natürliche Mittel ist Iberogast bei Magenschmerzen. Durch die Kombination aus neun arzneilich wirksamen Heilpflanzen wird der Magen beruhig.

Kamillentee, Pfefferminztee – und Co.

Eine ganze Reihe an Kräutern wirken gut gegen Magenschmerzen. Obwohl sie natürlich sind, enthalten sie relevante Mengen pharmakologischer Wirkstoffe. Kamillentee beispielsweise wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Selbst bei Magen-Darm-Infekten wird er meist nicht wieder erbrochen und ist eine gute Möglichkeit, den Magen zu beruhigen und genug Flüssigkeit zu trinken. Pfefferminztee wirkt entkrampfend und ist beispielsweise bei Regelbeschwerden die richtige Wahl. Anis und Fenchel helfen bei Blähungen mit Bauchschmerzen und wenn Appetitlosigkeit und Übelkeit ins Spiel kommen, erweist sich Ingwertee als leckere Abhilfe. Ingwer wird auch schwangeren Frauen mit Morgenübelkeit empfohlen, da er gut verträglich und sehr hilfreich ist.

    Pfefferminztee wirkt entkrampfend!

Pfefferminztee wirkt entkrampfend!

Wie wirkt sich die Ernährung auf Magenschmerzen aus?

Der Magen kommt relativ ungefiltert mit unserer Nahrung in Berührung. Sie ist nur wenig vorverdaut, einen großen Anteil dieser Arbeit übernimmt der Magen. Kein Wunder, dass er mit Schmerzen und Übelkeit reagiert, wenn er an der Nahrung zu knabbern hat, die er bekommt! Folgende Substanzen und Nahrungsbestandteile können zu Beschwerden führen:

  • sehr fettige Nahrung, besonders in Fertigprodukten
  • sehr scharfe oder stark gewürzte Speisen
  • Lebensmittel mit unverträglichen Bestandteilen (es dauert oft lang, bis Unverträglichkeiten als solche erkannt werden!)
  • hoher Alkohol– und Kaffeekonsum, auch Energydrinks

Für den Magen ist eine natürliche, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Flüssigkeit am besten. Fertiggerichte braucht er nicht, Fette nur in kleinen Mengen und von natürlichen Quellen. Das Fett in einer Hähnchenbrust oder auch mal einem Rindersteak wäre völlig ausreichend. Scharf darf es je nach individueller Verträglichkeit schon mal sein, aber nicht übermäßig.

Reizende Substanzen wie Kaffee sollten achtsam in Maßen genossen werden, sodass man die Chance hat, die Reaktion des Magens darauf zu beobachten.

Folgende Lebensmittel eignen sich gut, um sich erstens gesund zu ernähren und zweitens Magenschmerzen vorzubeugen:

  • ballaststoffreiche Nahrung: Vollkornprodukte, rohes oder gegartes, nicht gekochtes Gemüse
  • frische, naturbelassene Zutaten: lieber selber kochen als Fertiges essen
  • natürliche Fette, z.B. aus Fleisch
  • ausreichend Wasser oder Tee, aber ungezuckert

Lebensmittel, die immer wieder zu Bauchweh führen, obwohl sie zunächst weder ungesund noch schädlich sind, sollten zur Vermeidung ebenfalls ausgelassen werden. Manche Patienten beobachten etwa, dass sie auf Milchprodukte immer mal wieder mit Magenschmerzen reagieren. Es könnte durchaus sein, dass sie an einer leichten Unverträglichkeit leiden. Am besten ernähren sie sich dann mit weniger Laktose als bisher.

Wann sollte man den Arzt aufsuchen?

Gegen gelegentliche Magenschmerzen kann jeder selbst etwas tun, die Hausmittel dazu sind in den meisten Haushalten schon da. Auch wiederkehrende Magenschmerzen sind in erträglichem Ausmaß kein Grund zur Beunruhigung, wenn ein Auslöser wie die Regelblutung bekannt ist. Dennoch sollte man Magenschmerzen immer ernst nehmen und wissen, wann man sich damit in die Hände eines Arztes begeben sollte. Wenn Magenschmerzen diese Formen annehmen, sollte ein Mediziner den Patienten näher untersuchen:

  • häufige oder wiederkehrende Magenschmerzen ohne erkennbare Ursache
  • starke oder stärker werdende Magenschmerzen
  • Beschwerden, die auf kein Hausmittel anspringen
  • Magenschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall
  • Magenschmerzen bei Kindern, kranken oder alten Menschen
  • wenn die Beschwerden den Alltag behindern

Jeder hat das gewisse Bauchgefühl dafür, wann Magenschmerzen beunruhigend sind und wann sie keinen Anlass zur Sorge darstellen. Bei starken oder immer wiederkehrenden Schmerzen würde sicherlich jeder irgendwann zum Arzt gehen, um die Ursache abzuklären, und das ist auch gut so. Mit jedem Schmerz versucht der Körper, uns etwas zu sagen.

Allerdings ist ein Arztbesuch auch dann schon sinnvoll, wenn vor lauter Bauchweh der Alltag beeinträchtigt wird. Es ist beispielsweise nicht mehr normal, wenn eine schwangere Frau vor lauter Morgenübelkeit den ganzen Tag, tagelang, nichts mehr machen kann oder will. Der Arzt kann ihr sagen, was in der Schwangerschaft dagegen hilft, und das müssen anfangs noch gar keine Medikamente sein, wenn sie das nicht möchte. Genauso können potenziell ernste Magenerkrankungen so frühzeitig erkannt werden.

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